Steinkauz, Schleiereule und Uhu

Der Eulenschutz im Kreis Minden-Lübbecke

Steinkauz  -  Schleiereule  -  Uhu 
Der Eulenschutz hat im Kreis Minden-Lübbecke Tradition. Schon 1959 wurden
im Steinkauzschutz die ersten Versuche unternommen und Erfahrungen
gesammelt. Ab 1977 wurden die Schleiereulen und Steinkäuze durch die
Arbeitsgruppe Naturschutz im Rahmen eines Projektes der Landesregierung
und im Auftrage des Kreises Minden-Lübbecke betreut. Seit 1986 sind
Mitarbeiter des Verbandes auch im Uhuschutz tätig. Ein Schutzprogramm für 
den Waldkauz ist in naher Zukunft erforderlich, da der Bestand zunehmend
gefährdet ist.

  Schleiereule

 

Steinkauz
Ziel unserer Arbeit ist es, den Steinkauzbestand in der Region zu erhalten
und zu vergrößern. Unsere praktische Arbeit besteht im wesentlichen darin,
die natürlichen Lebensräume des Steinkauzes zu erhalten. Dazu zählt die
Pflege von Kopfweiden und Streuobstwiesen. Alte Kopfweiden und Obstbäume
bilden Höhlungen aus, die der Steinkauz bevorzugt als Bruthöhle nutzt.

  

Kopfweide mit Nisthilfe                        Kopfweide mit                            Junge Steinkäuze
als Naturhöhle                                natürlicher Bruthöhle

Dort wo in den vorhandenen Brutgebieten natürliche Bruthöhlen fehlen
werden zusätzlich spezielle Nisthilfen angebracht. Diese Niströhren werden
von unseren Mitarbeitern in Eigenarbeit gebaut und nach Anbringung
regelmäßig aufgesucht und auf Bruterfolge kontrolliert.
Mit vermutlich weniger als 10 000 Brutpaaren in ganz Deutschland ist der
Steinkauz weiterhin selten. Dank Biotopschutz und Nisthilfen gibt es aber
noch stabile Bestände. Eine der größten Populationen in NRW befindet sich
in Ost-Westfalen.


Schleiereule
Auch die Schleiereule war in ihrem Bestand durch mangelnde
Nistmöglichkeiten stark bedroht. Durch intensive Schutzmaßnahmen – d.h.
vor allem Anbringung von Nistkästen - in den 70er Jahren, die bis heute
weitergeführt werden, hat sich die Art erholt und kommt in unserer Region
nahezu in allen Ortschaften wieder vor.       

Junge Schleiereulen

Als Kulturfolger bewohnt die Schleiereule Scheunen und Dachböden von Wohn-
und Wirtschaftsgebäuden. Wer beim Schutz der Schleiereulen helfen will,
sollte Dachböden und Scheunen offen halten und den Vögeln zugänglich
machen. Um zu verhindern, daß sich Federn, Gewölle etc. auf dem ganzen 
Boden verteilen, ist es sinnvoll einen Brutkasten anzubringen, der den
Anforderungen der Vögel gerecht wird und eine Kontrolle der Bruterfolge
ermöglicht. Beim Bau eines solchen Nistkastens, der Anbringung und
Ausstattung sind wir gerne behilflich.Rund 150 Nistkästen für
Schleiereulen hat der NABU im Kreis angebracht, von denen ein großer Teil
regelmäßig mit Erfolg genutzt wird. Schleiereulen schlüpfen im Abstand von
1 – 2 Tagen. Daher findet man in den Nistkästen Jungvögel in verschiedenen 
Entwicklungsstadien.

 
Uhu
Seit den 80er Jahren kann auch die größte der hier heimischen Eulen wieder
häufiger beobachtet werden. Zahlreiche ausgediente Steinbrüche –
Lebensräume aus zweiter Hand – bilden nach Optimierungsmaßnahmen ein
ideales Revier für den Uhu.
Da der Uhu am Rande der Ausrottung stand, war eine Wiedereinbürgerung
vielerorts nur durch Auswildern von Nachzuchten möglich. Durch die
Ausbreitung der neuen Bestände fand der Uhu in den 80er Jahren auch seinen
Weg zurück in den Kreis Minden-Lübbecke. Um dem Uhu gute Lebensbedingungen
zu bieten, wurden bereits im Vorfeld entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
Dazu gehörten der Erhalt von Steinbrüchen, die Sicherung von
Überlandleitungen und begleitende wissenschaftliche Untersuchungen der
ersten ausgewilderten Brutpaare.
Heute befinden sich in unserem Betreuungsgebiet wieder bis zu 10
Brutpaare. Die Bruterfolge werden von uns erfaßt und weitergeleitet, um
eine Bestandsaufnahme für ganz Deutschland zu ermöglichen.

              

Uhurevier: Alter Steinbruch    Junger Uhu in der Brutnische    Uhu auf der Sitzwarte im Brutgebiet

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