Spechte und Folgenutzer

"Wald ist mehr als die Summe der Bäume" (Horst Stern)


Die Buche war in Deutschland ursprünglich die häufigste Baumart.

Von der Küste bis zu den Alpen gehört sie fast überall– teils dominierend, teils beteiligt– zur potentiell natürlichen Vegetation.


Spechte und Folgenutzer
Natürlicherweise würde unsere Region von Buchen- oder Buchenmischwald mit 
Ahorn und Eiche, aber weniger mit Nadelhölzern bedeckt sein. Vor der Besiedlung 
durch den Menschen war nahezu die gesamte Fläche des Kreisgebietes – 
ausgenommen Moore, Fluss- und Bachläufe – von Wald bestanden.
Heute gibt es in den Wirtschaftswäldern nur noch Restbestände naturnaher Wälder,
die sich durch ihre Artenvielfalt auszeichnen. Die Baumriesen der ehemaligen
Urwälder konnten ein Alter von vielen hundert Jahren erreichen, bis sie eines
natürlichen Todes starben.
Im Wirtschaftswald nimmt die Fichte auf Kosten der Laubbäume zu. Nur ein reich
strukturierter Mischwald führt zu einem größeren Artenreichtum der Tiere und
Pflanzen.
 
Von ebenso großer Bedeutung ist die Alters- und Dichtestruktur des Waldes. Ist
ein Wald reichlich gestuft in Boden-, Strauch-, Mittel- und Oberschicht und
weist er überdies noch einen hohen Totholzanteil auf, so kommen auch mehr Tier-
und Pflanzenarten vor, als in einem Wald, der nur aus „Stämmen“ mit einer
Kronenschicht besteht.
Gerade alte, bereits angegriffene und morsche Bäume sind bevorzugte Brutstämme
für Spechte, die durch ihren Höhlenbau auch für viele andere Waldtiere
Unterkunftsmöglichkeiten schaffen.

 
Der NABU arbeitet eng mit den Forstverwaltungen in Sachen Waldnaturschutz
zusammen. Beispielhaft hierfür ist die Arbeit zum Schutz der
Höhlenbrüter-Waldgesellschaften, mit Schwarzspecht, Hohltaube, Dohle, Baummarder und Großfledermäuse. Zu den Schutzmaßnahmen gehört die Markierung von Bäumen, die Höhlungen aufweisen, damit diese nicht gefällt werden.
Ferner versucht der NABU den Mangel an natürlichen Bruthöhlen durch das
Anbringen künstlicher Nisthöhlen zu beheben. 

   

Dohle                                    Schwarzspecht                   Baummarkierung


Die Hohltaube unterliegt durch intensive Waldbewirtschaftung, insbesondere der
Abnahme von Altholzbeständen und einem damit verbundenem Bruthöhlenmangel, einem auffallenden Bestandsrückgang. Mit in entsprechenden Lebensräumen angebrachten Nistkästen und dem Bestandsschutz von Höhlenbäumen wird die Ansiedlung einer stabilen Population angestrebt. Diese Maßnahmen nützen gleichzeitig anderen Arten, wie z. B. waldbewohnenden Dohlen, Fledermäusen - den Abendseglern -, Wildbienen etc.
In Waldgebieten, als Schwerpunkt ist hier das Wiehengebirge  zu nennen, wurden Höhlenbrüter seit 1954 erfolgreich durch das Anbringen von Holzbetonkästen gefördert. In der Folge entwickelte sich auch eine der stärksten Siebenschläfer
Populationen in Westfalen. 

    

Brutkästen für Hohltauben                 Buntspecht                         Siebenschläfer

 

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