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6. Juli 2018

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Kastanienminiermotte- Merkblatt der SDW

Kastanienminiermotte wieder im Vormarsch

Hitze und Trockenheit forcieren die Entwicklung
04.07.2018 Auch in diesem Jahr setzt der Schädling den Kastanien bereits Anfang Juli zu.
Bundesweit sind große braune Stellen auf den Blättern zu entdecken. Nur, wo seit Jahren
kräftig im Herbst Laub gesammelt wird, ist der Befall noch geringer.
Seit zwei Jahrzehnten werden die Kastanien durch die Kastanienminiermotte in ihrer Vitalität
beeinträchtigt. Dieser Schädling ist ein aggressiver, winzig kleiner Schmetterling, eine Motte,
die aus dem Balkan eingewandert ist und sich hier ohne natürlichen Gegenspieler
ungehemmt vermehren konnte. Durch die Miniermotte verlieren die Kastanien seit Jahren
ihre Blätter bereits im Spätsommer. Die durch zahllose Fraßstellen in den Blättern
verminderte Photosynthese und die so verkürzte Vegetationszeit führen dazu, dass die
geschwächten Bäume anfälliger gegen Pilze, Bakterien und anderen Schädlinge werden.
Besonders gefährlich für die Kastanien ist das Bakterium namens Pseudomonas syringae, das
die Kastanien stark schädigt. Das Bakterium verstopft die Leitungsbahnen und macht den
Wasser- und Nährstofftransport unmöglich. Betroffen ist die Hälfte aller Kastanien
bundesweit, sowohl junge als auch alte Bäume. Manche Städte, wie zum Beispiel Krefeld,
Duisburg, Viersen und Essen haben bereits große Ausfälle zu beklagen.

Foto Sabine Krömer -Butz (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald)

Erkennbar ist der Befall durch blutende Stellen am Stamm, ein teilweises Absterben der Kronen oder eine
dunkelbraune bis schwarze Verfärbung unter der Rinde sowie Stamm- und Astrisse.
Leider gibt es immer noch keine einsetzbaren Gegenmittel. Allein das gewissenhafte
Laubsammeln und Verbrennen kann die Überlebenschance der Bäume erhöhen, da der
Schädling in den Blättern überwintert. Auch die Wissenschaft, wie Prof. Dr. Michael Müller,
Professor für Waldschutz an der TU Dresden, unterstützt das Engagement der Waldschützer.
Deshalb heißt es wieder rund den Aktionstag am 11. November, je nach Stand des
Laubabfalles, das Laub vollständig zu sammeln und anschließend zur Verbrennung zu
bringen. „In Gegenden, in denen seit Jahren das Kastanienlaub konsequent gesammelt wird,
sehen die Kastanien viel besser aus“, stellt Christoph Rullmann, SDW-Bundesgeschäftsführer
fest, „von den Kommunen erhoffen wir uns weiterhin so gute Unterstützung.“

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32312 Lübbecke

Tel. 05741 2409505
E-Mail: info@nullnabu-minden-luebbecke.de

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