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21. Juni 2021

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Wegeasphaltierung am Mittelandkanal

 

Pressemitteilung des NABU KV Minden-Lübbecke

zur Planung der Asphaltierung der Wege am Mittellandkanal

 

Seit Jahren kritisiert der NABU die ungebremste Versiegelung der Landschaft für Siedlungs- und Verkehrsflächen. Ziele, diesen Flächenfraß zu reduzieren, hat die jetzige Landesregierung aus dem Landesentwicklungsplan gestrichen. Baugebiete für Gewerbe wachsen immer weiter in die Landschaft und zerstören und versiegeln unwiederbringlich unsere Böden. Zerschneidungseffekte, Vernichtung landwirtschaftlicher Nutzflächen und schutzwürdiger Bereiche sind die Folge.

Nun kommen im Rahmen einer Verkehrswende neben dem Straßenbau auch zunehmend neue Radwege ins Gespräch. Aktuell bietet der Bund an, unter Beteiligung der Kommunen einen Radweg längs des Mittellandkanals auf drei Meter Breite zu asphaltieren. Dies bedeutet allein für Preußisch Oldendorf, welches bereits Interesse daran signalisiert hat, bei einer Länge von 7,5 km eine Neuversiegelung von über 2 ha. Wenn andere Kanalanlieger-Kommunen noch aufsatteln, erhöht sich diese Zahl entsprechend.

Der NABU Minden-Lübbecke spricht sich klar gegen diese Überlegungen aus. Unversiegelte Flächen, wenn auch wie der Kanalradweg befestigt, und ihre Randstreifen sind für den Naturhaushalt wichtig. Kleintiere, die sich auf dem erwärmten Asphalt länger aufhalten, würden in viel größerer Zahl überfahren. Austauschprozesse zwischen Weg und Randstreifen, der Übergang zwischen der Fahrfläche und den blühenden Randstreifen wäre deutlich stärker gestört. Mit hohen energetischem und finanziellem Aufwand würde hier eine versiegelte Fläche geschaffen, die als wassergebundene Decke bisher auch ihren Dienst getan hat. Neben den Baukosten würde diese Maßnahme auch Ausgleichsmaßnahmen nach sich ziehen, deren Finanzierung ebenfalls einzurechnen wäre.

Bevor neue Fahrradwege mit hohem Aufwand in Asphalt hergestellt werden, sollten auf vorhandenen Straßen und Wegen Maßnahmen ergriffen werden, die Fahrradfahrern eine sichere und komfortable Fortbewegung ermöglichen. Das wäre auch auf einer gepflegten wassergebundenen Fläche wie am Kanal mit geringerem Kostenaufwand möglich.

 

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