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10. Januar 2018

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Wintervogelzählung 2018- Erste Ergebnisse

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 02/18 | 9. JANUAR 2018

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Umwelt/Vögel

NABU: Wieder mehr Wintervögel in den Gärten

Zwischenergebnisse der Stunde der Wintervögel 2018 | Kohlmeise führt in NRW wieder vor dem Haussperling

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Berlin/Düsseldorf – Die Zwischenbilanz der achten bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ zeigt: Der vergangene Winter mit den sehr geringen Vogelzahlen war offenbar eine Ausnahme. „Von den meisten Arten wurden bei der Stunde der Wintervögel in diesem Jahr wieder ähnlich hohe Zahlen gemeldet wie im langjährigen Durchschnitt“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Die besonders geringen Vogelzahlen vom Vorjahr waren also ein Ausreißer und haben sich zum Glück nicht wiederholt.“ Allerdings sei die Zahl der gemeldeten Wintervögel pro Garten im langjährigen Trend leicht rückläufig. „Nach den bisherigen Zwischenergebnissen wurden in diesem Jahr knapp 39 Vögel pro Garten gesichtet. Bei der ersten Zählung 2011 waren es noch 46. Im vergangenen Jahr waren es jedoch sogar nur 34 Vögel“, so Miller.

 

An den bisher erfassten Meldungen zeigen sich Auswirkungen des milden Winters auf das Zugverhalten einiger Teilzieher. „Wie im Vorjahr blieben Stare und Heckenbraunellen vermehrt bei uns. Auch eigentliche Zugvögel wie Bachstelzen, Hausrotschwänze und Zilpzalpe wurden deutlich häufiger gemeldet als sonst“, so Heinz Kowalski, Vogelschutzexperte des NABU NRW. „Durch die milden Winter der vergangenen Jahre können diese Arten vermehrt in Deutschland erfolgreich überwintern. Gleichzeitig ließen sich Meisen, Finken und Eichelhäher diesmal nicht davon abhalten, aus dem Norden und Osten zu uns zu ziehen. Bundesweit mildes Wetter reicht allein also nicht aus, um eine geringe Zahl an Wintervögeln in den Gärten vorherzusagen. Auch Faktoren wie das Angebot an Baumsamen im Wald, das Wetter in anderen Teilen Europas sowie Vogelkrankheiten und der Bruterfolg der jeweiligen Art im vorausgegangenen Frühjahr und Sommer spielen eine Rolle.“

 

Bundesweit ist der Haussperling mit im Schnitt 5,7 Exemplaren pro Garten wieder der am häufigsten gemeldete Vogel. Die Kohlmeise (5,3) hat den Abstand zur Spitze wieder verkleinert. In diesem Jahr hat sie den Titel der am weitesten verbreiteten Art ergattert. In 96 Prozent aller Gärten und Parks wurde sie gesichtet und verdrängt damit die Amsel als bisherigen Spitzenreiter. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Kohlmeise mit durchschnittlich 4,7 beobachteten Exemplaren pro Garten sogar wieder an die Spitze gesetzt und den Haussperling (4,0) auf Platz 2 verdrängt. Hier macht sich nach wie vor die geringe Zahl beobachteter Spatzen in den Großstädten NRWs sowie im Ruhrgebiet (1,0 – 2,4) deutlich bemerkbar. Es folgen in NRW die Blaumeise auf Platz 3 und die Amsel auf dem vierten Platz. Zur Stunde der Wintervögel 2017 noch auf Platz 2 hatte die Amsel in 2017 insbesondere in NRW mit einem erneuten Ausbruch des Usutu-Virus zu kämpfen, was den deutlichen Bestandesrückgang erklärt.

 

Bei den Teilnehmerzahlen bei der Stunde der Wintervögel geht es offenbar weiter nach oben. Mit bis zum heutigen Dienstag bundesweit über 80.000 Teilnehmern, die ihre Sichtungen aus über 50.000 Gärten und Parks dem NABU und seinem bayerischen Partner LBV gemeldet haben, deutet sich erneut ein Rekord an. Dies gilt ebenfalls für Nordrhein-Westfalen. Hier nahmen bisher rund 20.000 Vogelfreunde teil und meldeten eine halbe Million Vögel aus mehr als 14.000 Gärten. Noch bis zum 15. Januar können Zählergebnisse nachgemeldet werden, auch die Eingabe der postalisch eingegangenen Meldungen steht noch aus. Außerdem findet noch bis zum 12. Januar die „Schulstunde der Wintervögel“ statt. Die Endauswertung der Ergebnisse der „Stunde der Wintervögel“ ist für Ende Januar geplant.

 

Beobachtungen können noch bis 15. Januar online (www.stundederwintervoegel.de  oder per Post (NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin) gemeldet werden.

 

Im Rahmen der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 8. bis 12. Januar bietet die NAJU auf www.NAJU.de/SdW Zählkarten, ein Poster und ein Wintervogel-Quiz für Kindergruppen und Schulklassen an. Bei fünf Aktionen lernen sie Vögel und ihre Anpassungsstrategien an die kalte Jahreszeit kennen. Die Zählergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein.

 

Mehr zur „Stunde der Wintervögel 2018“ in NRW unter https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/sdw/ sowie bundesweit unter www.stundederwintervoegel.de.

 


 

Für Rückfragen:

Heinz Kowalski, Vogelexperte NABU NRW, mobil: 0160 885 63 96

 

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 – 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@nullNABU-NRW.de

 

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