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8. Februar 2022

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Edelkrebs in NRW

Pressemitteilung NABU NRW | Nr. 05/22 | 08. Februar 2022

Erhalt des Edelkrebses in NRW kommt voran

 

Großer Erfolg bei der Wiederansiedlung | Zukünftige Edelkrebsgewässer weiterhin gesucht

 

Düsseldorf – Der heimische Edelkrebs gilt in Deutschland wie in NRW als vom Aussterben bedroht. Trotz Schutzbemühungen kommt es auch heute noch zu erheblichen Bestandsver­lusten, so dass natürlich vorkommende Edelkrebspopulationen zu einer Seltenheit geworden sind. Diesem Rückgang entgegenzuwirken und den Edelkrebs in Nordrhein-Westfalen zu erhalten, ist das zentrale Ziel des seit 20 Jahren bestehenden Edelkrebsprojektes NRW, einem Gemeinschaftsprojekt des NABU NRW und des Fischereiverbandes NRW. Hierzu werden auch in diesem Jahr wieder geeignete Ansiedlungsgewässer gesucht.

 

Seit 2016 werden mit vielen regionalen Kooperationspartnern Wiederansiedlungs­maßnahmen in geeigneten Gewässern durchgeführt. So konnten im vergangenen Jahr elf unterschiedliche Gewässer – vom Weiher über Teiche bis hin zum Baggersee und einer Talsperre – mit Edelkrebsen besetzt werden. Insgesamt konnte das Edelkrebsprojekt NRW bisher 37 Gewässer mit nachgezüchteten jungen Edelkrebsen besetzen. Nachkontrollen, die aber frühestens zwei Jahren nach der Maßnahme sinnvoll sind, zeigten zudem, dass über 80% der Gewässer weiterhin mit Edelkrebsen besetzt waren. „Ein großer Wiederansiedlungs-Erfolg, der Hoffnung macht den Edelkrebs in NRW erhalten zu können!“, äußert sich Projektleiter Dr. Harald Groß nicht ganz ohne Stolz.

 

Bei Edelkrebsen existieren nachweislich genetische Unter­schiede zwischen den großen Gewässereinzugsgebieten Rhein, Weser und Ems. Um diese genetischen Unterschiede zu erhalten, werden bei den Wiederansiedlungsmaßnahmen des Edelkrebsprojektes NRW drei Zuchtstämme unterschieden. Im vergangenen Jahr war es zudem erstmalig möglich Zuchttiere aller drei Stämme wieder in geeigneten Gewässern anzusiedeln.

 

„Nach wie vor ist die Gefahr für unsere heimischen Flusskrebse durch die aus Amerika eingeschleppten Flusskrebsarten und der durch sie übertragenen ´Krebspest´ groß. Um die Bestände vor illegalen Entnahmen oder einer, wenn auch ungewollten, Übertragung der Krebspest durch den Menschen zu schützen, erfolgten die Besatzmaßnahmen daher bis auf wenige Ausnahmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

 

Zur Umsetzung weiterer erfolgreicher Wiederansiedlungsmaßnahmen ist das Edelkrebsprojekt NRW auch in diesem Jahr erneut auf Mithilfe bei der Suche nach geeigneten Besatzgewässern angewiesen. Welche Voraussetzungen das zukünftige Edelkrebszuhause erfüllen sollte, ist unter www.edelkrebsprojektnrw.de zu finden. Wer potenziell geeignete Gewässer in seiner Umgebung kennt, möge diese bitte dem Edelkrebsprojekt NRW melden.

 

Mehr zum Projekt, zu den verschiedenen Krebsarten sowie zu Fortbildungen und Schulungen sind unter www.edelkrebsprojektNRW.de zu finden.

 

Kontakt: Edelkrebsprojekt NRW, Neustraße 7, 53902 Bad Münstereifel, info@edelkrebsprojektnrw.de

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel.: 0211 15 92 51-14 | mobil: 0173 46 99 296 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

 

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