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22. April 2019

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Garten und Balkon

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 18 | 18. April 2019

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So werden Garten und Balkon zum Paradies für Vögel und Insekten

NABU NRW: Auch auf wenig Fläche kann man viel für Tiere in der Stadt tun

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Düsseldorf – Im Frühling summt und brummt es überall – zumindest war das früher einmal so. Heute freut man sich über den Anblick einzelner Zitronenfalter, ein Aurorafalter oder Bläuling ist schon eine Besonderheit und auch Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen bekommt man nicht mehr in großen Mengen zu Gesicht. Aber da, wo keine Insekten mehr fliegen, haben es natürlich auch die Vögel schwer. So finden sie kaum noch genügend Nahrung, um den Nachwuchs groß zu ziehen. Der NABU NRW gibt Tipps, mit denen fast jeder Garten oder Balkon mit wenig Aufwand insekten- und vogelfreundlich gestaltet werden kann.

„Manchmal ist weniger mehr“, sagt Karl-Heinz Jelinek vom Fachausschuss Entomologie des NABU NRW. „Vielen Gärten und damit auch seinen tierischen Bewohnern wäre schon viel geholfen, wenn auf den Einsatz von Pestiziden und künstlichem Dünger verzichtet, die ein oder andere unordentliche Ecke im Garten geduldet und der Einheitsrasen zumindest zum Teil in eine Blumenwiese verwandelt würde.“ Und das sei einfacher als gedacht. So sei jetzt zum Beispiel die richtige Zeit den Rasen von Moos zu befreien und in die entstandenen Lücken Wildblumenmischungen zu streuen. Die sollten dann nicht vom Discounter stammen, da sich darin häufig nicht heimische Arten befänden, die zwar hübsch bunt aussehen, aber den heimischen Insekten wenig helfen. Besser sei hier regionales Saatgut mit den typischen heimischen Arten. „Solche Blumenwiesen machen dann auch weniger Arbeit, weil sie nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden müssen“, so Jelinek weiter.

Bei der Anlage von Staudenbeeten sollte man ebenfalls auf heimische Arten zurückgreifen. Wichtig sei es dabei die verschiedenen Blühzeiten zu berücksichtigen und so möglichst ein ganzjähriges Nahrungsangebot zu schaffen. Ein Staudenbeet kann so angelegt werden, dass zwischen März und Oktober immer etwas blüht. Besonders empfehlenswert sind Wildstauden, die man in Wildstaudengärtnereien bekommt. Möglichst vermeiden sollte man den Einsatz von ´gefüllten Blütenpflanzen´. Bei diesen Pflanzen ist es züchterisch so gewollt, dass die Staubblätter auch Blütenblätter sind, sie bieten also nur Farbe. In diesen „gefüllten Blüten“ finden Bienen dann keinen Pollen und Nektar mehr. In Baumärkten und Gärtnereien sollte man daher darauf achten, nur blühende Pflanzen auszuwählen, an denen Bienen zu sehen sind. Auch wer nur Frühjahrsblüher kauft, hat im Sommer nichts Blühendes mehr für Bienen und Schmetterlinge.

In der wärmeren Jahreszeit und vor allem bei längerer Trockenheit danken es sowohl Insekten als auch Vögel, wenn man eine Wasserstelle anbietet. Hier finden sich nicht nur Amseln und Meisen zum Baden oder Trinken ein, auch Schwebfliegen, Wildbienen und Co. nutzen diese Wasserquellen an heißen Tagen. Ist die Nahrungsgrundlage geschaffen, lohnt es sich auch Nistkästen für Kohl-, Blaumeisen und Haussperlinge an Bäumen bzw. an der Hauswand anzubringen. Jelinek: „Wer dann noch ein Insektenhotel und als Ergänzung offene, sandige Bodenbereiche für Sandbienen und andere Solitärbienen anbietet, bei dem wird es im Garten bald summen und brummen.“

Um Insekten und Vögeln zu helfen, braucht man aber nicht unbedingt einen Garten. Auch auf Balkon und Fensterbrett kann jeder etwas für die Tiere in der Stadt tun. „In Deutschland gibt es viele Millionen Balkone und Terrassen. Da kommt viel Fläche zusammen, die wertvoll für Wildbienen, Schmetterlinge, Meisen und Spatzen sein kann“, so der NABU-Schmetterlingsexperte. Und viele Tipps für den Garten lassen sich im Kleinen auch für den Balkon umsetzen.

Mehr Tipps zum insektenfreundlichen Garten unter www.schmetterlingszeit.de.

Für Rückfragen:

Sarah Bölke, Projektleitung „Zeit der Schmetterlinge“, Tel.: 0211-15 92 51-44

Karl-Heinz Jelinek, Sprecher LFA Entomologie im NABU NRW, mobil: 0151 15 211 483

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 – 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@nullNABU-NRW.de

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