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2. März 2020

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Wanderfalkenschutz

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 13/20 | 01. März 2020

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Wanderfalken machen ihrem Namen alle Ehre

AG Wanderfalkenschutz stellt Brutbilanz des Wanderfalken in NRW für 2019 vor / Reger Austausch mit benachbarten Populationen

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Düsseldorf/Recklinghausen – „Die Brutsaison der Wanderfalken in Nordrhein-Westfalen war im vergangenen Jahr mit 237 Revierpaaren und 441 ausgeflogenen Jungfalken wieder erfolgreich“, erklärte Michael Kladny, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz des NABU NRW (AGW-NRW), auf dem Jahrestreffen der Wanderfalkenschützer am vergangenen Wochenende in Recklinghausen. Die bereits seit 2016 angedeutete „Sättigung“ bei der Bestandsentwicklung des Wanderfalken in NRW halte damit weiter an. Die Grenzen beim Brutplatzangebot scheinen erreicht zu sein, liege die Zahl der Revierpaare seit 2016 doch stabil bei rund 230.

 

Neben dem Bericht über die Brut, Ausflugs- und Beringungsergebnisse des Vorjahres sowie die Gesamtentwicklung des Wanderfalken seit der Wiederbesiedlung im Jahr 1986 lag der Fokus dieser Tagung auf dem erfolgenden Austausch zwischen nordrhein-westfälischen und benachbarten Wanderfalkenpopulationen. „Bei stabilen Populationen gibt es immer einzelne Tiere, die in weiter entfernte Gebiete fliegen, um neue Lebensräume zu besiedeln, das Verbreitungsgebiet der Art zu erweitern und für den notwendigen genetischen Austausch zu sorgen, der Populationen gesund erhält“, so Kladny. Auch die Wanderfalken in NRW stünden im permanenten Austausch mit Wanderfalken in anderen Bundesländern aber auch anderen europäischen Staaten.

 

„Mit Fug und Recht können wir heute sagen, dass zum Beispiel die Niederlande von der Entwicklung in Nordrhein-Westfalen ganz erheblich profitiert haben und sehr wahrscheinlich haben Falken aus NRW sogar den entscheidenden Start ermöglicht“, sagte der NABU-Wanderfalkenexperte. Durch die von der AGW konsequent durchgeführten Beringungen konnte zudem nachgewiesen werde, dass Wanderfalken aus NRW als Brutvögel in zahlreichen Bundesländern, aber auch in Polen und Frankreich verpaart waren oder es noch sind. Besonders viele Nachweise verpaarter nordrhein-westfälischer Wanderfalken kämen aber eben kontinuierlich aus den Niederlanden und Belgien. Umgekehrt gebe es natürlich auch Einwanderungen von außen. Der Wanderfalke werde seinem Namen also durchaus gerecht.

 

Diese Fakten zeigten erneut, der Aufwand, den die AGW mit der Beringung treibt, lohnt sich, sei sie doch Basis für zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse zum Verhalten und zur Brutbiologie des Wanderfalken. Kladny dankte allen über die Jahre aktiven ehrenamtlichen Helfern der AGW. Sie hätten nicht nur ansiedlungswilligen Wanderfalkenpaaren Brutunterlagen an Gebäuden angeboten und so erst eine Rückbesiedlung ermöglicht, sondern bis heute auch möglichst viele Jungfalken in diesen Brutunterlagen Jahr für Jahr beringt. Dieser Aufwand sei kontinuierlich größer geworden. Für die Beringung suche die AGW denn auch immer ehrenamtliche Helfer, die möglichst Schwindelfreiheit und körperliche Fitness mitbringen sollten. Kladny: “Wir müssen uns als AG Wanderfalkenschutz in NRW weiterhin verjüngen und neu aufstellen, damit wir dieses große und aufwendige Projekt fortsetzen können.“

 

Mehr zur Arbeit der AG Wanderfalkenschutz in NRW, zur aktuellen Wanderfalkenbilanz und alle Jahresberichte der vergangenen Jahre unter https://nrw.nabu.de/wanderfalkenschutz-nrw/index.html.

 

Für Rückfragen:

Michael Kladny, Sprecher AG Wanderfalkenschutz, mobil: 0157 825 288 45

 

 

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 – 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@nullNABU-NRW.de

 

 

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