Batnight 2026
Batnight 2026
PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | NR 52/26 | 25. AUGUST 2026
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Fledermäuse erleben
NABU lädt zur 30. Internationalen Batnight ein | Rund 20 Veranstaltungen am 29./30. August in NRW
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Düsseldorf – Wenn die Dämmerung hereinbricht, beginnt die Stunde der Fledermäuse. Im August sind die nachtaktiven Flugkünstler besonders gut zu beobachten: Jungtiere unternehmen ihre ersten selbstständigen Jagdflüge, an den Winterquartieren beginnt bereits die Schwärm- und Paarungszeit. Anlässlich der 30. Internationalen Batnight lädt der NABU Nordrhein-Westfalen dazu ein, die faszinierenden Säugetiere bei Veranstaltungen im ganzen Land kennenzulernen.
„Fledermäuse sind wahre Spezialisten der Nacht. Mit ihrer Echoortung können sie sich selbst bei völliger Dunkelheit orientieren und auf die Jagd nach Insekten gehen“, sagt Lucas Gülcan, Projektleiter beim NABU NRW für den Landesteil des bundesweiten Projekts „Lebensraumschutz für windkraftsensible Waldfledermäuse“. „Wer einmal mit einem Fledermausdetektor den Ultraschallrufen gelauscht und die Tiere bei ihren rasanten Flugmanövern beobachtet hat, bekommt einen ganz neuen Blick auf unsere heimische Natur.“
In Nordrhein-Westfalen wurden bisher 21 der 25 in Deutschland lebenden Fledermausarten nachgewiesen. Davon sind allerdings zwei Arten bereits ausgestorben. Sie nutzen Wälder, Gewässer, Parks, Gärten und Siedlungen als Jagdgebiete und finden ihre Quartiere unter anderem in Baumhöhlen, Gebäudespalten, Dachböden und anderen Hohlräumen. Viele Arten leben damit Tür an Tür mit uns. „Vor Fledermäusen muss man keine Angst haben – sie sind friedliche und nützliche Nachbarn“, so Gülcan weiter.
An Gebäuden entstehen jedoch zunehmend Konflikte: Bei Sanierungen, Umbauten oder dem Abriss von Gebäuden können Quartiere verloren gehen. Auch der Verlust alter Bäume und natürlicher Höhlen sowie der Rückgang von Insekten und geeigneten Jagdlebensräumen setzen den Fledermäusen zu. Alle heimischen Fledermausarten sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt – ihre Quartiere dürfen auch dann nicht zerstört werden, wenn die Tiere gerade nicht anwesend sind. „Umso wichtiger ist es, ihre Quartiere bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen mitzudenken und ihre Lebensräume zu erhalten“, erklärt der NABU-Fledermausexperte.
Batnights in Nordrhein-Westfalen
Wie faszinierend diese Tiere sind und wie man zu ihrem Schutz beitragen kann, können an der Welt der Fledermäuse Interessierte auf zahlreichen Veranstaltungen im Land rund um das letzte Augustwochenende erleben. So stehen am 29. und 30. August unter anderem Veranstaltungen in Bochum, Krefeld, Nettetal, Bielefeld, Hamm und Bestwig auf dem Programm. Eine Übersicht der aktuellen Termine und weitere Informationen zur Batnight gibt es auf der Veranstaltungsseite des NABU NRW.
Fledermausschutz beginnt vor der eigenen Haustür
Auch Privatpersonen können einiges für Fledermäuse tun: Naturnahe Gärten mit heimischen Pflanzen schaffen Nahrung für Insekten und damit ein attraktives Jagdgebiet für Fledermäuse. Wer auf Pestizide verzichtet und vorhandene Strukturen wie alte Bäume erhält, unterstützt diese Säugetiere zusätzlich. An Gebäuden sollten mögliche Quartiere bei Sanierungen unbedingt berücksichtigt und Maßnahmen frühzeitig mit der zuständigen Naturschutzbehörde abgestimmt werden.
Veranstaltet wird die bereits zum 30. Mal stattfindende „International Batnight“ von EUROBATS, dem Europäischen Büro für Fledermausschutz. Sie findet in 35 Ländern weltweit statt. In Deutschland wird sie vom NABU organisiert.
Mehr Infos: http://www.NABU.de/batnight
Infos und Termine zur Batnight in NRW: https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/fledermaeuse/batnight/index.html
Mehr Informationen rund um den Fledermausschutz in NRW: https://www.fledermausschutz.de/
Tipps zum fledermausfreundlichen Gärtnern: http://www.mehrgartenvielfalt.de
Pressebilder unter http://www.NABU.de/pressebilder_fledermaus
Für Rückfragen:
Lucas Gülcan, Projektleiter beim NABU NRW für den Landesteil des bundesweiten Projekts „Lebensraumschutz für windkraftsensible Waldfledermäuse“, Tel.: 0211 15 92 51 42, Lucas.Guelcan@NABU-NRW.de
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NABU NRW-Pressestelle
Birgit Königs
Tel. +49 (0)211 15 92 51 -14
E-Mail: Presse@NABU-NRW.de
