Greifvögel, Enten, Gänse, Taucher und Rallen, Singvögel, Wat- und Schreitvögel und andere Arten

Nach der letzten umfangreichen avifaunistischen Untersuchung befinden sich im NSG rund 73 Brutvogelarten. Dazu gesellen sich noch einmal 49 Arten als Nahrungsgäste und/oder Durchzügler. Von den Brutvögeln befinden sich 38 Arten auf der Roten Liste. Hier zeigt sich, wie schon bei den Pflanzen, wie wichtig das Biotop Moor für das Überleben einiger Arten ist.

                                  Greifvögel  

Greifvögel sind im Gebiet ganzjährig zu beobachten. Die Birken- und Bruchwälder in den Randbereichen des Moores werden zum Horstbau aufgesucht.

Von den 7 zu beobachtenden Greifvogelarten brüten nicht alle im NSG, sind aber jedes Jahr zur Nahrungssuche im Gebiet vertreten.

  

Mäusebussard

Der Mäusebussard ist zu allen Jahreszeiten der häufigste Greifvogel und gut im Hochmoor und den Randbereichen zu beobachten. Im Sommer sind kreisende Mäusebussarde leicht mit Wespenbussarden zu verwechseln. Bodenbewohnende, tagaktive Kleintiere bilden die Nahrung, allen voran Wühlmäuse und andere Kleinsäuger. Im Winter gehen sie auch an Aas.

Als Jagdtechnik bevorzugen sie die Ansitzjagd und so sieht man sie häufig auf Weidepfählen im freien Gelände. Sie sind reviertreu und so dürften vielfach die Partner über mehrere Jahre oder sogar ein Leben lang zusammenhalten. Das Nest wird meist auf Laubbäumen hoch oben in einer Stammgabel angelegt. Mäusebussarde können bis zu 20 Jahre alt werden.

Brutzeit: Ende März bis April

Brutdauer: 32-36 Tage 

  

                Mäusebussard                                           Wespenbussard

Wespenbussard

Man sieht Wespenbussarde so gut wie nur im Flug, denn sie sitzen kaum frei auf einer Warte wie die Mäusebussarde. Seinen Namen trägt dieser Vogel zu Recht, denn Larven, Puppen und Waben von Wespen sind ein fester Bestandteil seiner Nahrung. Daneben werden auch Insekten und Amphibien erbeutet.

Das Winterquartier liegt in Afrika, wobei der Abzug im September erfolgt. Ab Mitte April ist mit der Rückkehr zu rechnen. Nach der Ankunft können auffallende Schauflüge beobachtet werden, bei denen das Männchen rüttelt und dann wieder weitersegelt. Die Nester befinden sich auf hohen Bäumen, gelegentlich werden auch alte Nester von Mäusebussarden und Rabenkrähen bezogen.

Brutzeit: Mai – Juni

Brutdauer: 30 - 36 Tage 

 

Sperber

Beim Sperber ist der Größenunterschied zwischen Weibchen und Männchen auffällig.

Der Körpergröße nach ist das deutlich kleinere Männchen mit Falken zu vergleichen. Als ungewöhnlich wendige Singvogeljäger nutzen sie jeden Überraschungseffekt aus, um auf kurzen Strecken mit hoher Geschwindigkeit Singvögel zu schlagen.

 

Der Sperber ist regelmäßig bei der Jagd im 
Großen Torfmoor zu beobachten. Seine Brutplätze 
liegen in den Randbereichen des Moores.

Männchen und Weibchen haben außerhalb der Brutzeit getrennte Jagdgebiete und kommen sich nicht so sehr ins Gehege.

Die Nester werden meistens gut versteckt in Nadelbäumen angelegt. Während der Brutzeit und Aufzucht der Jungen übernimmt das Männchen so gut wie die alleinige Versorgung der Familie.

Brutzeit: April – Mai

Brutdauer: 35 – 40 Tage

 

Habicht

Zu den allgemeinen Kennzeichen zählt der bemerkenswerte Größenunterschied zwischen Männchen und Weibchen. Die Weibchen sind wesentlich größer und fast so groß wie Mäusebussarde. Der Habicht besitzt eine große Wendigkeit und bewegt sich sehr geschickt zwischen den Bäumen. In der vielseitigen Nahrung des Überraschungsjägers spielen Vögel die wichtigste Rolle. Ferner Säuger wie Mäuse, Kaninchen und Hasen

Die Partner eines Paares sind sehr reviertreu und eine Ehe auf Lebenszeit ist nicht ungewöhnlich. In einem Revier stehen meist mehrere Nester zur Wahl, die in der Regel auf hohen Bäumen stehen. Im laufe der Jahre können mehrfach benutzte Nester zu großen Bauten anwachsen.

Brutzeit: März – April

Brutdauer: 35 – 40 Tage

   

                Habicht                       Turmfalke                                 Baumfalke

Turmfalke

Er ist der verbreiteste Falke, in manchen Gebieten nach dem Mäusebussard der am häufigsten zu sehende Greifvogel. Die Hauptnahrung besteht aus Wühlmäusen und anderen Kleinsäugern. Ungeschickte Jungvögel können ferner den Speiseplan bereichern. Die Jagd wird meistens rüttelnd aus den Suchflug heraus angesetzt, wobei auch von Ansitzen aus erfolgreich gejagt wird.

Die Brutplätze können sich in Gebäuden oder Felswänden befinden, aber auch alte Nester von Krähen und Elstern können als Unterlage dienen. Ferner werden geeignete Nistkästen durch Turmfalken angenommen. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass in Nistkästen der Bruterfolg sogar größer ist als in Naturnestern.

Brutzeit: April – Mai

Brutdauer: 27 – 32 Tage 

 

Baumfalke

Anders als Turmfalken haben die auf  Hochgeschwindigkeit angelegten Luftjäger einen relativ kurzen Schwanz. Der rasante Flug kann im ersten Augenblick einen übergroßen Segler vortäuschen. Aus Segel-, Gleit- oder Ruderflug greifen Baumfalken von oben oder hinten fliegende Beute, vor allem Vögel. Schwärmende Insekten wie Libellen, Käfer und Schmetterlinge stehen besonders im Spätsommer und Herbst auf dem Speiseplan.

Die Winterquartiere liegen im südlichen Afrika. Der Abzug erfolgt im September. Mit der Rückkehr ist nicht vor April zu rechnen. Brutgebiete sind lichte Wälder, Gehölze, Alleen oder einzeln stehende Bäume. Häufig dienen alte Krähennester als Unterlage.

Brutzeit: Mai – Juni

Brutdauer: 28 – 34 Tage 

 

Rohrweihe

Weihen sind relativ schlanke Greifvögel, die mit mehr oder minder stark nach oben gehaltenen Flügeln im gaukelnden Suchflug im offenen Gelände jagen. Die Nahrung ist vielseitig: Jungvögel, Gelege, Ratten, Mäuse und junge Kaninchen gehören zu den Beutetieren.

Aus dem Winterquartier in Afrika kehrt die Rohrweihe im April zurück. Elegante Flugspiele sind dann in der Nähe des Nistplatzes zu beobachten. In der Regel befinden sich die Nester im dichten Schilf, wobei auch Getreidefelder zum Nestbau genutzt werden können.

Die Rohrweihe ist ein alljährlicher 
Sommergast, wobei sie selten im Gebiet brütet.

Das Männchen baut oft zunächst mehrere Nestplattformen, um dann dem Weibchen den eigentlichen Nestbau zu überlassen. Recht früh, ab Mitte August, treten die ersten Rohrweihen den Rückflug nach Afrika an.

Brutzeit: April – Mai

Brutdauer: 31 – 36 Tage

 

                  Enten, Gänse, Taucher und Rallen

Die zum Teil großen Wasserflächen, die durch die Wiedervernässung entstanden sind, haben eine große Anziehungskraft auf Wasservögel.

So ist die Graugans seit 1989 wieder Brutvogel im Gebiet. Auch durchziehende nordische Arten haben hier einen beliebten Aufenthaltsort.

Die Krickente, ein typischer Moorbewohner, hat hier eines der wichtigsten  Verbreitungsgebiete in NRW. Sie ist sowohl im Hoch- als auch im Niedermoor anzutreffen. 

Krickente

Die kleinste europäische Ente fällt besonders durch ihr gewandtes Flugverhalten auf und hat bei Gefahr kein Problem nahezu senkrecht aus dem Wasser aufzufliegen. Krickenten brüten an seichten Binnengewässern mit einem guten Angebot an Deckung im Uferbereich, wodurch eine Beobachtung nicht immer einfach ist. Das Weibchen legt sein Nest meist nahe am Wasser an. Es besteht aus einer flachen Vertiefung im Schutz eines Strauches oder unter einem Grasbüschel. Das Weibchen brütet und führt die Jungen allein, während das Männchen in der Nähe des Nestes Wache hält. Die Nahrung besteht sowohl aus Kleintieren als auch aus Sämereien und kleinen Pflanzenteilen.

Die Hauptwintergebiete liegen in West- und Südeuropa; aber auch im Küstenbereich der Nordsee.

Brutzeit:  April – Mai

Brutdauer:  21 – 23 Tage

 

Knäkente

Die Knäkente ist kaum größer als die Krickente. Sie brütet an offenen Stillgewässern mit reichlich Deckung am Ufer. Die Nester liegen meist gut versteckt nahe am Wasser in der Vegetation. Die Männchen halten in Nestnähe Wache, während die Weibchen für das Brutgeschäft und die Führung der Jungen zuständig sind. Die Nahrung besteht aus Wasserpflanzen und Kleintieren wie Krebse, Insektenlarven und Schnecken. Knäkenten sind die ausgeprägtesten Zugvögel unter den Enten und überwiegend Langstreckenzieher.

Der Wegzug nach Afrika erfolgt August – September, während der Einzug in der Regel ab März stattfindet.

Brutzeit:  April – Mai

Brutdauer:  21 – 23 Tage

   

        Krickente                       Stockente                              Reiherente

Stockente

Sie ist die am weitesten verbreitete Ente Europas und in vielen Gebieten auch die häufigste Ente überhaupt. Stockenten sind das ganze Jahr über zu sehen; doch finden vor allem unter den ost- und nordeuropäischen Populationen Wanderungen statt. Die Brutplätze befinden sich an Still- und Fließgewässern mit entsprechender Vegetation, wobei sich die Nester gut versteckt am Boden befinden. Wie bei Enten üblich, kümmern sich nur die Weibchen um Gelege und Junge. In der Nahrungswahl ist die Stockente fast ein Allesfresser, der von einer Vielzahl an Kleintieren des Wassers lebt; aber auch von Sämereien und Pflanzenteilen. Auch auf Äckern und Wiesen sind sie bei der Nahrungsaufnahme zu beobachten.

Brutzeit:  ab März

Brutdauer:  23 – 27 Tage

 

Reiherente

Das schwarze Prachtkleid des Männchens mit den weißen Flanken macht diese Ente zur auffälligsten Tauchente. Nach der Stockente ist sie die häufigste Ente in Mitteleuropa. Reiherenten sind nicht so sehr auf flachgründige Stillgewässer angewiesen; auch tiefere Gewässer werden zum Tauchen nach Muscheln und anderen Kleintieren genutzt. Die Nester befinden sich gut versteckt in Wassernähe und liegen oft nahe beieinander. So gut wie das ganze Jahr leben Reiherenten gesellig und bei einer hohen Brutdichte mischen sich häufiger als bei anderen Enten  fremde Junge unter die von einem Weibchen geführte Schar.

Die Wintergebiete umfassen Mittel- und Westeuropa und damit auch Teile des Brutgebietes.

Brutzeit:  Mai – Juni

Brutdauer:  23 – 28 Tage

 

               Löffelente                                                  Tafelente

Löffelente

Wenn die Erpel das Prachtkleid tragen, leuchten sie weithin auch aus gemischten Ententrupps heraus; vor allem die weiße Brust abgesetzt vom dunkelgrünen Kopf und den rostbraunen Flanken. Keine andere europäische Ente trägt einen derart breiten Schnabel, der dieser Ente auch ihren deutschen Namen gegeben hat.

Mit dem großen breiten Schnabel nimmt sie kleine tierische und pflanzliche Organismen von der Wasseroberfläche auf. Diese Spezialisierung auf bestimmte Nahrung und die Technik ihrer Aufnahme führt dazu, dass Löffelenten überwiegend Zugvögel sind.

Löffelenten brüten mitunter auch weiter vom Wasser entfernt, wobei sich das Nest gut versteckt am Boden befindet. Das Männchen hält in der ersten Phase der Bebrütung Wache in Nestnähe, kümmert sich später aber nicht mehr um die Jungen.

Brutzeit:  Mitte April – Anfang Juni

Brutdauer:  22 – 23 Tage

 

Tafelente

Tafelenten sind eigentlich zu allen Jahreszeiten durch die typische, spitz zulaufende Kopfform und den langgezogenen Schnabel zu erkennen. Der rostbraune Kopf und Hals setzt sich beim Männchen sehr kontrastreich vom grauen Rücken ab.

Das ganze Jahr über, auch während der Brutzeit sind Tafelenten sehr gesellig. Die Nester stehen oft nicht weit voneinander entfernt versteckt in der Ufervegetation.

Die tag- und nachtaktiven Enten tauchen meistens nach Nahrung, wobei sie Wasserpflanzen und kleine Insekten aufnehmen. Je nach den klimatischen Bedingungen des Brutgebietes sind sie Zug-, Strich- oder Standvögel.

Auffallend ist der Mauserzug der Erpel, die Weibchen und Junge an den Brutplätzen zurücklassen und in großen Konzentrationen den Gefiederwechsel in Holland und im Ostseeraum durchführen.

Brutzeit:  Mitte Mai – Anfang Juni

Brutdauer:  27 – 28 Tage 

 

Graugans

Gänse sind Vegetarier, die mit ihren harten Schnabelrändern Gras und Kräuter auf großen Wiesenflächen abweiden. Sie können aber auch im Schwimmen und beim Gründeln Pflanzen im und unter Wasser aufnehmen. Graugänse leben zur Brutzeit meist an deckungsreichen Binnengewässern, wobei ihre Nester im Schilf, Langgras, Seggen und Binsen stehen können. Das Weibchen brütet allein und wird vom Männchen bewacht. Schon kurz nach dem Schlüpfen werden die Jungen von beiden Eltern aufs Wasser geführt, kehren aber zunächst noch zum Nest zurück.

Wichtige Winterzentren befinden sich am Niederrhein und in Südspanien.

Brutzeit:  März bis April

Brutdauer:  27 – 29 Tage

 

                                             Graugänse

Zwergtaucher

Der kleinste Taucher hält sich im Winterhalbjahr im Bereich offener Wasserstellen auf und bevorzugt im restlichen Jahr stehende Gewässer mit dichter Vegetation. Die Zwergtaucher erjagen ihre Beute meistens unter Wasser, tauchen allerdings oft nur weniger als einen Meter tief. Die Nahrung besteht aus Insekten, Larven, Kaulquappen und anderen kleinen Wassertieren. Zwischen dichtem Pflanzenwuchs bauen die kleinen Taucher ihre schwimmenden Nester mit dem Risiko einer Überflutung bei raschen Wasserstandsveränderungen. Brutverluste können die Folge sein. Die Jungen werden von beiden Elternteilen geführt und auf dem Wasser gefüttert.

Brutzeit:  April – Juni

Brutdauer:  20 – 21 Tage

   

            Zwergtaucher                    Wasserralle                     Teichralle

Wasserralle

Wasserrallen zählen zu den versteckt in dichter Ufervegetation lebenden Arten, die mit ihren schmalen Körpern hervorragend durch die dicht stehenden Pflanzen schlüpfen können. Man sieht die heimlichen Vögel oft nur rasch über eine offene Stelle rennen. Die Nester sind in der Regel sehr gut versteckt zwischen Röhrichthalmen oder auch auf trockenem Untergrund. Männchen und Weibchen brüten und kümmern sich gemeinsam um die Aufzucht der Jungen. Kleintiere, besonders Insekten und ihre Larven, Schnecken, Würmer und Fische bilden die Nahrung. Der lange Schnabel kann im weichen Untergrund bohren und auch von Pflanzen Beutetiere ablesen.

Ihr Wintergebiet umfasst Mittel- und Westeuropa bis in den Mittelmeerbereich.

Brutzeit:  April – Mai

Brutdauer:  19 – 22 Tage

 

Teichralle

In vielen Gebieten sind Teichrallen zu futterzahmen Parkvögeln geworden, deren Verhalten man aus nächster Nähe beobachten kann. Der anpassungsfähige Vogel lebt zwischen Ufer und offenem Wasser. Er kann mit seinen langen Zehen durch dichte Vegetation klettern, auf Schwimmblättern laufen und schwimmt nicht weit auf die offene Wasserfläche hinaus. Gut versteckt am Ufer oder im seichten Wasser befindet sich das Nest. Beide Partner brüten und übernehmen die Aufzucht der Jungen. Vielseitige Ernährung ist sicher eine Vorbedingung für die weite Verbreitung: Pflanzen, Samen und Früchte, spielen ebenso eine Rolle wie Insekten.

Die meisten Teichrallen sind Kurzstreckenzieher, um Frostperioden auszuweichen.

Brutzeit:  März – April / 2 – 3 Jahresbruten

Brutdauer:  19 – 22 Tage

 

Blässralle

Die Blässralle ist ein häufig auftretender Schwimmvogel mit einem hohen Bekanntheitsgrad. Außerhalb der Brutzeit sind Blässrallen sehr gesellig und mischen sich unter Enten zu großen Trupps.

Im Bereich der Brutreviere sieht man nicht selten kämpferische Auseinandersetzungen zwischen den Nachbarn oder das typische Drohschwimmen mit vorgestrecktem Hals. Die Nester stehen am Ufer oder zwischen Wasserpflanzen im seichten Wasser. Beide Partner brüten und kümmern sich um die Aufzucht der Jungen.

Die häufig futterzahmen Blässrallen finden sic im Winter oft an den Parkteichen ein.

Die Nahrungsaufnahme erfolgt unter Wasser und besteht aus Algen, Wasserpflanzen, Muscheln und kleineren Wassertieren. In harten Wintern oder bei Kälteeinbrüchen suchen Blässhühner offene Wasserstellen auf, um nicht zu verhungern.

Brutzeit:  April

Brutdauer:  23 – 24 Tage

 

Wachtelkönig

Der sehr versteckt lebende Wachtelkönig ist vor allem nachts durch seinen schnarrenden Gesang (Mai, Juni) auszumachen, wobei in der Regel dieser Gesang der einzige Anhaltspunkt für Brutvögel ist.

Trockenere und feuchte bis nasse Grasflächen mit ausreichend Deckung markieren den Lebensraum. Ihre Nester stehen in der dichten Vegetation am Boden, selten auf landwirtschaftlichen Kulturflächen. Beide Geschlechter führen die Jungen.

Die Nahrung besteht aus Insekten und anderen Kleintieren; aber auch Sämereien und Pflanzenteile werden genommen.

Wachtelkönige sind Langstreckenzieher, die in Afrika vom Äquator an südwärts überwintern. Sie treffen April – Mai ein und ab August findet der Wegzug statt.

Brutzeit: Mai – Anfang Juni

Brutdauer:  16 – 19 Tage

Wat- und Schreitvögel

Für diese Arten sind Moor- und Sumpfgebiete ideale Lebensräume und Rückzugsgebiete. So hat der Kiebitz bereits von den Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen profitiert und ist als Brutvogel ins Moor zurückgekehrt.

Kiebitz

Der etwa taubengroße Vogel ist einer der auffälligsten Bewohner offener Landschaften. Offene und möglichst wenig durch Bäume und Büsche strukturierte Flächen bilden seine Brut- und Rastplätze. Das Männchen führt über dem zukünftigen Brutrevier atemberaubende Flugkapriolen aus, wobei die Rufe weithin zu hören sind. Eine flache Mulde am Boden wird mit Gräsern ausgelegt und bildet somit das Nest, welches maximal vier Eier aufnimmt. Die Vegetation sollte bei Brutbeginn ca. 8 cm nicht überschreiten, um die Sicht und das Laufen der nestflüchtenden Jungen nicht zu behindern.

Auf dem Speiseplan steht eine Vielzahl von Kleintieren wie Insekten, Würmer, Samen und Früchte. Die Brutplätze werden je nach Witterung Ende Februar bis Anfang April besetzt. Der endgültige Abzug ins Winterquartier nach West- und Südeuropa sowie Nordafrika kann bis in den Dezember hinein andauern.

Brutzeit:  Ende März – Anfang April

Brutdauer:  26 – 29 Tage

 

Großer Brachvogel

Er ist nicht nur der größte Watvogel Europas, sondern auch akustisch eine Besonderheit, wenn seine melodischen Rufe über Wiesen und Moore zu hören sind. Der ursprüngliche Lebensraum waren feuchte Moore, die inzwischen fast verschwunden sind. Die Umstellung auf intensiv genutzte Fettwiesen sowie Äcker hat zu umfangreichen Bestandseinbrüchen geführt.

Nach der Ankunft im Brutgebiet markieren die Männchen ihr Revier durch einen wellenförmigen Flug und klangvolle Rufe, die dann vor der Landung in einen Triller übergehen. Die Nester werden durch das Männchen vorbereitet und stehen in niedriger Vegetation auf trockenem oder feuchtem Untergrund. Beide Geschlechter brüten.

Die Nahrung besteht aus kleinen Tieren, die auf oder im Boden leben. Die kalte Jahreszeit verbringen europäische Brachvögel meistens an der Atlantikküste in Europa, im Mittelmeerraum und Nordafrika, wobei im März die Brutgebiete wieder besetzt werden.

Brutzeit:  Ende April – Anfang Mai

Brutdauer:  27 – 29 Tage

   

               Kiebitz                Großer Brachvogel                   Bekassine

Bekassine

Als Brutvogel feuchter Graslandschaften und Moore ist die Bekassine die häufigste Sumpfschnepfe Europas, wobei aber die Bestände durch Trockenlegungen zum Teil stark abgenommen haben. Am Brutplatz rufen Männchen und Weibchen von höheren Sitzwarten aus, oder lassen im Flug ein Meckern hören, welches durch Schwingungen der äußeren Schwanzfedern erfolgt.

Die Männchen besetzen die Reviere und überlassen den Weibchen die Wahl des Nistplatzes auf feuchtem bis nassem Untergrund. Die Weibchen brüten, die Männchen halten in Nestnähe Wache. Beide Partner führen die Küken. Mit dem langen Schnabel werden aus weichen Bodenschichten Kleintiere wie Würmer, Insekten und Schnecken aufgenommen. Die Alttiere treffen zwischen März und April in den Brutgebieten ein.

Das Winterquartier beginnt bereits im Nordseegebiet und umfasst Westeuropa und den gesamten Mittelmeerraum.

Brutzeit:  Anfang April

Brutdauer:  18 – 20 Tage

 

Flussregenpfeifer

Der Flussregenpfeifer ist der einzige Regenpfeifer, der weitverbreitet im Binnenland und kaum am Meer brütet.

Vegetationsarme Flächen im Binnenland mit durchaus grober Bodenstruktur, nicht zu weit von flachgründigem Wasser entfernt, sind die Merkmale der Brutplätze.

Vor der Eiablage markieren die Männchen ihre Reviere durch einen Singflug. Bestandteile der Balz sind Imponierlaufen, Scheinnisten und Gefiederspreizen.

Durch die Arbeiten zur Wiedervernässung des Moores findet der Vogel 
vorübergehend einen Lebensraum. Mit der fortschreitenden Regeneration des Moores
wird er den Lebensraum wieder verlassen.

Die hervorragend getarnten Eier befinden sich in einer flachen, meist nicht ausgekleideten Mulde, auf grobkörnigem Untergrund. Männchen und Weibchen brüten. Kurz nach dem Schlüpfen verlassen die Dunenjungen das Nest und werden von beiden Eltern geführt.

Die Nahrung besteht aus Kleintieren und Insekten. Ab Ende März treffen die Vögel an ihren Brutplätzen ein. Der Wegzug kann bereits im Juli einsetzen. Höhepunkte des Durchzuges sind August und September.

Brutzeit:  April – Mai

Brutdauer:  22 – 28 Tage

 

Graureiher

Der Graureiher ist der größte Reiher Europas und etwas kleiner als ein Storch. Im Flug unterscheidet ihn der schaufelnde Schlag seiner nach unten gebogenen Flügel und besonders der s-förmig gekrümmte Hals von Störchen und Kranichen. Am Schilfrand oder an einem Wiesengraben stehende Reiher sind leicht zu übersehen, vor allem wenn sie in Ruhehaltung mit eingezogenem Hals unbeweglich verharren.

Die Nahrung besteht in erster Linie aus Fischen; aber auch Frösche, Molche, Mäuse und andere Kleinsäuger stehen auf dem Speiseplan. Der Koloniebrüter bevorzugt für den Nestbau hohe Bäume am Waldrand. Manche große Kolonien sind bereits seit Jahrzehnten bekannt. Je nach Klima und Witterung sind Graureiher Kurzstreckenzieher oder Standvögel.

Brutzeit:  März – April

Brutdauer:  25 – 28 Tage

 

Weißstorch

Der Weißstorch ist sicherlich einer der bekanntesten und am besten untersuchten Großvögel Mitteleuropas. Alle neuen Zählungen belegen in Mittel- und Westeuropa eine weitere Abnahme, die in neuester Zeit nur an wenigen Stellen etwas aufgehalten werden konnte. Die wichtigsten Gründe für die Abnahme des beliebten Vogels sind fehlende Nahrungsgründe im Umkreis der Brutplätze.

Die Storchennahrung ist vielseitig und besteht aus Insekten, Regenwürmer, Fröschen und sonstigen Kleintieren. Aus dem Winterquartier in Afrika kehrt der Storch im März zurück. Der Wegzug beginnt im August und zieht sich bis Anfang September hin. Störche können sehr alt werden. Über 30-jährige Ringstörche sind bekannt.

Mehr Informationen über den Weißstorch in unserer Region sind unter der Rubrik Artenschutz zu finden.

Brutzeit:  März – April

Brutdauer:  33 – 34 Tage

 

                   Graureiher                                                   Weißstorch

Kranich

Zweimal im Jahr, nämlich im September/Oktober und im März zeigt sich das Schauspiel der ziehenden Kraniche, die von ihren Brutplätzen in die Winterquartiere zurückziehen. Auch in unsere Region.

Trompetenhaft schmetternde Rufe und ein schnelles Laufen mit gelegentlichem Hochspringen haben den Kranich berühmt und bekannt gemacht.

Auch wenn das Große Torfmoor nicht zu den großen Rastplätzen Norddeutschlands zählt,
finden sich doch jedes Jahr mehrer hundert Tiere zum Rasten ein.

 

Die Bodennester aus Pflanzenmaterial der Umgebung stehen oft auf nassem bis sehr feuchtem Untergrund, nicht selten auch auf einer kleinen Insel im Wasser. Beide Geschlechter bauen das Nest, bebrüten danach die Eier und führen gemeinsam die Jungen. Wahrscheinlich halten die Paare oft ein Leben lang zusammen.

Die Nahrung besteht aus Pflanzen und Kleintieren.

Die Winterquartiere liegen vor allem im Süden der Iberischen Halbinsel und in Nordwestafrika. Vor dem Abzug nach Süden sammeln sich im Herbst jährlich große Kranichscharen an der Ostseeküste.

Brutzeit: Mai – Juni

Brutdauer:  28 – 30 Tage

Singvögel

Das Moorgebiet umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Landschaftsstrukturen, die eng miteinander vernetzt sind und auf abwechslungsreiche Art viele unterschiedliche Lebensräume entstehen lassen. Somit kommen wald- und waldrandbewohnende Arten ebenso wie die der offenen Landschaft nebeneinander vor.

 

Feldlerche

Die Feldlerche ist in Deutschland fast flächendeckend verbreitet, die Vögel meiden jedoch große Waldgebiete und Siedlungsbereiche. Durch das oberseits braune Gefieder ist in der Feldflur eine sehr gute Tarnung gegeben, wobei die Scheitelfedern häufig zu einer kleinen Haube aufgestellt werden. Im Februar beginnen die Männchen bereits mit dem Gesang, dem typischen Singflug. Das Männchen steigt einige Meter fast senkrecht und stumm empor, um dann ununterbrochen singend in immer kleiner werdenden Spiralen bis auf ca. 60 m aufzusteigen. Nach mehreren Minuten singend in der Luft schwebt die Lerche dann wie ein Fallschirm zu Boden. Die Weibchen kommen meist nach den Männchen an und beginnen ab April mit dem Nestbau am Boden.

Feldlerchen ernähren sich von Insekten, Samen und Pflanzenteilen. Die Winterquartiere liegen in Gebieten mit milden Temperaturen in Süd- und Westeuropa.

Brutzeit:  Mitte April

Brutdauer:  11 – 12 Tage

  

                 Feldlerche                                                 Baumpieper

Baumpieper

Der Baumpieper ist der häufigste Pieper Mitteleuropas und ähnelt im Aussehen dem etwas kleineren Wiesenpieper. Beim auffällig vorgetragenen Singflug steigt der Baumpieper von der Spitze eines Baumes mit hastigen Flügelschlägen auf. Kurz vor dem höchsten Punkt beginnt er mit dem kanarienvogelartigen Gesang, um dann mit ausgebreiteten Flügeln zur Singwarte abwärts zu gleiten. Als Waldrandvogel hält er sich gerne in Mooren und Heideflächen mit einzelnen Bäumen auf, wobei baumlose Gegenden und dichter Wald nicht genutzt werden.

Nach Rückkehr aus dem Süden ab Mitte April bauen die Weibchen ihr gut verstecktes Bodennest aus Halmen, Blättern und Moos. Die Nahrung suchen die Baumpieper meist am Boden, wo sie Insekten und Spinnen aufnehmen. Zur Zugzeit trifft man sie auch auf Wiesen und Brachflächen. Den Winter verbringen sie in Afrika.

Brutzeit:  Mai – Juni

Brutdauer:  12 – 14 Tage

 

Wiesenpieper

Wiesenpieper sind das ganze Jahr über sehr unauffällig (außer beim Singflug) und bevorzugen weite, offene und feuchte Lebensräume, wie Grasland, Heide und Moorflächen oder Dünengelände. Im Gegensatz zum Baumpieper halten sie sich außerhalb der Brutzeit in größeren Trupps auf.

 

Von der Freistellung der Moorflächen von den Birken hat der Wiesenpieper profitiert.
Der Bestand hat sich zu einem der Größten in Nordrhein Westfalen entwickelt.

Zum Singflug starten die Männchen nicht von Bäumen aus, sondern meist von einer erhöhten Stelle am Boden. Bereits im März erscheinen die Männchen im Brutgebiet, wobei die etwas später eintreffenden Weibchen den Nistplatz auswählenund das Nest an einer geschützten Stelle am Boden bauen. Weibchen brüten und hudern die Jungen allein, werden aber vom Männchen gefüttert. Die Nahrung besteht aus Insekten, Spinnen und kleinen Schnecken.

Die Überwinterungsgebiete liegen vor allem auf den Britischen Inseln und im Mittelmeerraum.

Brutzeit:  April – Juni

Brutdauer:  11 – 15 Tage

 

Bachstelze

Sie ist die häufigste Stelze und einer der verbreitetsten Kleinvögel. Häufig trifft man Bachstelzen an Gewässerufern, wobei sie aber nicht ans Wasser gebunden sind. Als Kulturfolger besiedeln sie verschiedene offene Lebensräume und brüten in Dörfern, Städten, Parks, Kiesgruben oder Ödlandgebieten. Auffällig sind die Trippelschritte und das Wippen mit dem Schwanz. Die Männchen erscheinen oft früher am Brutplatz und beginnen nach Ankunft der Weibchen mit der Balz. Tschilpende Rufe und ein tänzelnder Rüttelflug zeichnen die Balz aus.

Das nachlässig gebaute Nest steht meistens in einer Halbhöhle, wie einem Mauerloch oder einer Nische an Gebäuden. Zur Nahrungssuche fliegen die Bachstelzen möglichst auf Flächen mit kurzer Vegetation und erbeuten hierbei Insekten.

Je nach Witterung im Winter ziehen die Bachstelzen zum Teil bis in den Mittelmeerraum.

Brutzeit April – Mai

Brutdauer:  11 – 16 Tage

 

Schafstelze

Schafstelzen sind im Vergleich zu anderen Stelzen nicht ganz so langschwänzig und zierlich. Ein generelles Bestimmungsmerkmal ist die gelbe Unterseite und die grünliche Oberseite. Oft an Gewässern mit wippendem Schwanz gut zu beobachten, wobei aber die Brutplätze vorwiegend im offenen Gelände angelegt werden. Bevorzugt werden feuchte Wiesen und Weideflächen. Die Schafstelze sitzt im Brutgebiet gerne auf Hochstauden oder Büschen. Nur das Weibchen baut das meist am Boden versteckte, sorgfältig aus Halmen und Moos gefügte Nest. Die Nahrungssuche von Insekten verschiedener Art erfolgt auf kurzgrasigen Wiesen und Weiden; aber auch in dichteren Gras- und Seggenbeständen, die von der Bachstelze eher gemieden werden.

Die kalte Jahreszeit verbringt die Schafstelze im tropischen Afrika.

Brutzeit:  Mai

Brutdauer:  12 – 13 Tage

 

                     Bachstelze                                         Schafstelze

Sumpfrohrsänger

Sumpfrohrsänger bewohnen üppig bewachsene Uferbereiche und Gräben mit Hochstauden, die zusammen mit Schilf und Büschen ein dichtes Pflanzengewirr bilden.

Nach dem Eintreffen im Mai ist der lebhaft vorgetragene Gesang bestehend aus meisterhaften Imitationen zu hören. Das Nest wird gerne zwischen Brennnesseln, Mädesüß oder Wasserdost gebaut; aber nur selten im Schilf. Die Jungen verlassen das Nest kletternd, noch bevor sie fliegen können.

Sumpfrohrsänger ernähren sich von Zweiflüglern, Raupen, Blattläusen und Spinnen. Der Wegzug findet bereits im August oder September statt. Die Überwinterungsgebiete liegen im südlichen Afrika bis zur Kapprovinz.

Brutzeit:  Mai – Juni

Brutdauer:  11 – 13 Tage

   

             Sumpfrohrsänger                                         Braunkehlchen

Braunkehlchen

Das Braunkehlchen ist ein Vogel ausgedehnter Feuchtwiesen und Verlandungsflächen und ist durch Lebensraumzerstörung zu einer seltenen und bedrohten Art geworden.

Die Besetzung der Brutreviere durch Imponierflüge der Männchen erfolgt im April und Mai. Durch die orangefarbene Brust und den weißen Überaugenstreif ist das Männchen im Prachtkleid gut zu erkennen. Das Nest wird vom Weibchen am Boden in eine kleine Mulde, oft unter einer Staude oder in der Nähe eines Weidepfahls, gebaut. Die Jungen sind mit 17 bis 19 Tagen flugfähig. Sie verlassen das Nest bereits vom 10. Tag an.

Als typische Wartenjäger fangen sie Insekten in der Luft und am Boden. Die Überwinterungsgebiete liegen südlich der Sahara. Nur zur Zugzeit treten sie manchmal in kleinen Trupps auf.

Brutzeit:  Mai – Juni

Brutdauer:  11 – 13 Tage

 

Goldammer

Goldammern bevorzugen als Brutlebensraum eine abwechslungsreiche Feldflur mit Gebüsch, Hecken und Brachflächen. Nicht selten trifft man sie an Dorfrändern und sogar in Dörfern an.

Mit Eintreffen im Brutgebiet im Februar beginnen die Männchen zu singen, um hiermit das Brutrevier festzulegen. Das Weibchen wählt den Nistplatz aus und baut das Nest allein an eine gut geschützte Stelle im bodennahen Gebüsch. Die Nahrung besteht aus Insekten, Grassamen, Getreidekörnern und anderer Kräutersamen.

In den Randbereichen des Großen Torfmoores kann die Goldammer 
das ganze Jahr hindurch beobachtet werden.

Außerhalb der Brutzeit kann man die langschwänzige Ammer mit der gelben Kopffärbung in Trupps zusammen mit Finken oder Feldlerchen beobachten.

Die meisten europäischen Goldammern sind Jahresvögel, es gibt aber auch Kurzstreckenzieher, die den Winter in Frankreich oder Spanien verbringen.

Brutzeit:  Ende April

Brutdauer:  11 - 14 Tage

 

Nachtigall

Im klangschönen Nachtigallengesang mit den typischen schmetternden Schlägen und flötenden Tonreihen haben Wissenschaftler über 200 verschiedene Strophen gefunden – sicherlich der schönste Gesang unter den Singvögeln. Die Nachtigall ist bis auf ihre laute und kräftige Stimme ein unauffälliger bräunlicher Vogel, der im dichten Gebüsch verborgen lebt, wobei die Bewegungen sehr elegant wirken.

Sofort nach der Ankunft beginnen die Männchen durch anhaltenden Gesang ihre Brutreviere festzulegen. Das Nest wird versteckt am Boden angelegt. Nachtigallen verzehren vor allem Insekten, nehmen aber auch kleinere Regenwürmer. Im Herbst werden vielfach Beeren gefressen.

Die Überwinterungsgebiete liegen in Afrika. Auf dem Zug trifft man die Vögel auch im Schilf an.

Brutzeit:  Mai

Brutdauer:  13 – 14 Tage

weitere Arten  

Lachmöwe

Ursprünglich lebten Lachmöwen vor allem an der Küste. Durch das günstige Nahrungsangebot besiedelten sie zunehmend Binnenseen und Moore. Durch kreischende Lautäußerungen innerhalb der Brutkolonie macht diese Möwe auf sich aufmerksam.

Sie brütet in verschiedenartigen Feuchtgebieten, wobei sich die Kolonien meistens in der Nähe von Wiesen oder Feldern mit gutem Nahrungsangebot befinden. Wenn die Vegetation zu hoch wächst, wird die Kolonie aufgegeben. Die Nester werden aus Halmen und Pflanzenresten häufig auf einer Bülte gebaut und befinden sich innerhalb der Kolonie ca. 1 m voneinander entfernt.

Die Lachmöwen erschienen erstmals 1990 im Großen Torfmoor.
Heute leben hier ca. 15-20 Brutpaare.

Zur Brutzeit ernähren sich Lachmöwen hauptsächlich von Regenwürmern und Insekten. Sie kann sich aber auch schnell auf neue Quellen wie Früchte und Samen einstellen. Sie überwintert in West- und Südwesteuropa und im Mittelmeergebiet. Bereits im März kehrt sie in die Brutgebiete zurück.

Brutzeit:  Ende April – Anfang Mai

Brutdauer:  21 – 27 Tage

 

Kuckuck

Kaum ein heimischer Vogel bewohnt so umfangreiche Lebensräume wie der Kuckuck. Von der Küste bis zur Baumgrenze im Gebirge hält er sich in halboffener Landschaft mit Gehölzen und Waldrändern auf, gern auch in Moorgebieten.

Nach einer sehr kurzen Paarbindung legt das Weibchen seine Eier jeweils einzeln in die Nester bestimmter Singvogelarten. Haben die Wirtseltern das fremde Ei akzeptiert und der junge Kuckuck ist geschlüpft, schiebt er die Wirtsvogeljungen oder Eier  mit seinem Rücken aus dem Nest. Danach wird er allein von den Wirtseltern aufgezogen.

Er ist ein scheuer Vogel, der meist im Flug zu sehen ist und etwas an einen Falken erinnert.

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Raupen, Heuschrecken, Käfern oder Libellen. Der Zugvogel verbringt den Winter in Afrika und kehrt im April zurück.

Brutzeit/Legezeit: Mai - Anfang Juli

Brutdauer: 11 – 12 Tage

 

                   Kuckkuck                                                     Eisvogel

Eisvogel

Der Eisvogel hat sich als einziger Vertreter der überwiegend tropischen Vogelfamilie weit in den Norden gewagt. Sein Gefieder zeichnet sich durch prächtige Farben aus und erinnert an einen Edelstein. Trotz dieses auffälligen Gefieders ist der scheue Fischjäger nur schwer zu entdecken, während er eher durch seinen lauten durchdringenden Ruf auf sich aufmerksam macht.

Stabile Bestände des Eisvogels sind ein Qualitätsanzeiger für den guten Zustand einer Flusslandschaft. Die größten Verluste (über 90 % des Bestandes) erleidet die Art in strengen Wintern.

Für die Brut graben beide Partner eine bis 1 m lange Röhre in eine Steilwand, die sie am Ende zu einer Nistkammer erweitern. Diese Brutröhren befinden sich an langsam fließenden, klaren Bächen mit deckungsreichen Ufern und Ansitzwarten über dem Wasser.

Der Eisvogel erbeutet nahe der Wasseroberfläche 5 – 7 cm lange Fische und gilt in unseren Breiten als Teilzieher.

Brutzeit:  Ende April, manchmal Zweitbruten bis Juni/Juli

Brutdauer:  18 – 21 Tage

 

Steinkauz

Der Steinkauz lebt in offener Landschaft, gerne in abwechslungsreichen Wiesenlandschaften mit eingestreuten Bäumen wie Kopfweiden oder alten Obstbäumen. Um den Verlust von natürlichen Bruthöhlen in alten Bäumen auszugleichen hat man vielerorts spezielle Niströhren angebracht, wodurch Bestände stabilisiert werden konnten.

Der Steinkauz brütet in den Randbereichen des Großen Torfmoores.
Mehr Infos finden sie unter der Rubrik Artenschutz

Der kleine, gedrungene Steinkauz sitzt häufig auch am Tage auf Zaunpfählen oder anderen niedrigen Warten. Die Balz der Kleineule beginnt meist im März,

wobei die Paare dauerhaft zusammenbleiben und auch am einmal ausgewählten Brutplatz festhalten. Das Weibchen brütet allein und wird vom Männchen mit Beutetieren versorgt. Auf dem Speiseplan stehen Mäuse, Kleinvögel, Regenwürmer und Insekten. Der Steinkauz ist ein ausgesprochener Standvogel, der ganzjährig meist in seinem angestammten Brutgebiet bleibt.

Brutzeit:  Ende April – Anfang Mai

Brutdauer:  22 – 30 Tage

 

Kormoran

Nachdem vor etwas mehr als einem Jahrzehnt der Name Kormoran in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt war, hat sich der Bestand mittlerweile gut erholt. Heute taucht diese Vogelart auf ihren Wanderungen auch im Binnenland an Stellen auf, an denen sie noch vor kurzem unbekannt war. Kormorane sind Fischjäger, die im Tauchschwimmen ihre Beute erjagen.

Sie brüten in Kolonien, die mitunter rasch anwachsen, oft auch zusammen mit Reihern. Bei vielen Populationen stehen die Nester auf großen Bäumen, an der Küste aber auch auf Felsklippen.

Das Überwinterungsquartier reicht von Mitteleuropa bis Nordafrika.

Brutzeit:  April – Mai

Brutdauer:  23 – 30 Tage

   

          Kormoran                     Grünspecht                                 Buntspecht

Grünspecht

Nach dem Schwarzspecht ist der Grünspecht der zweitgrößte einheimische Specht und zeichnet sich durch ein grünes Gefieder mit roter Kopfplatte aus. Grünspechte besiedeln ganz verschiedene, meist offene Lebensräume. Gerne halten sie sich in großen Obstgärten mit alten Bäumen und Parkanlagen auf. Wichtig sind alte abgestorbene Laubbäume neben kurzgrasigen ameisenreichen Flächen.

Die Bruthöhle zimmert der Grünspecht oft in morsche Laubbäume, oder er übernimmt eine bereits vorhandene Höhle. Beide Partner teilen sich das Brutgeschäft, wobei das Futter für die Jungen im Kropf gesammelt und dann portionsweise verfüttert wird.

Die Nahrung besteht im großen Umfang aus Ameisen und deren Puppen, welche mit der klebrigen Zunge aus deren Gängen geholt werden. Ferner gehören Insekten und Spinnen zur Nahrung.

Wanderbewegungen kennt man fast ausschließlich von Jungvögeln; aber kaum über 20 km vom Brutgebiet weg.

Brutzeit:  April – Mai

Brutdauer:  14 – 15 Tage

 

Buntspecht

Der Buntspecht ist die am weitesten verbreitete Spechtart und derjenige Specht, den man am häufigsten sieht und hört. Sowohl im Sitzen, als auch im Flug fallen die großen weißen Schulterflecken auf und das Männchen zeigt einen roten Fleck am Hinterkopf.

Hohle Äste benutzt der Buntspecht zum Trommelwirbel. Er besitzt die schnellste Schlagfolge unter den Spechten. Es gibt kaum einen Waldtyp ohne diese Art, denn in seinen Biotopansprüchen ist der Buntspecht nicht wählerisch.

Nach dem Bau der Bruthöhle teilen sich beide Partner das Brutgeschäft und auch die Aufzucht der Jungen. Die Nahrung besteht im Sommer hauptsächlich aus Insekten und Larven, Eiern und Jungvögeln, während in den Wintermonaten neben Nüssen vor allem ölhaltige Samen der Fichten und Kiefernzapfen den Speiseplan bestimmen. Buntspechte sind überwiegend Stand- und Strichvögel.

Brutzeit:  Mitte Mai

Brutdauer:  10 – 12 Tage

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